tipps & tricks.
sind gewissermassen einzeiler, tastenkombinationen oder andere kniffe, die mit minimalem aufwand zum ergebnis führen. auch für alle hier vorgestellten beiträge gilt: sie sind von mir zwar erfolgreich umgesetzt worden; trotzdem übernehme ich weder haftung für auswirkungen auf hard- und software, bzw. daten, noch eine 100%ige erfolgsgarantie. für fragen stehe
ich ihnen jedoch auch hier gerne zur verfügung. klicken sie auf einen tipp um ihn zu öffnen, bzw. um einen geöffneten tipp wieder zu schließen.
ein hinweis zur bezeichnung von umschalttasten:
- die taste "cmd ⌘" (direkt neben der leertaste) ist langjährigen anwendern auch als "apfel-" oder "propeller"-taste bekannt.
- die taste "alt ⌥" (neben der "cmd"-taste) kennt man in ebenjenen kreisen als "wahl-" bzw. "options-" oder "enterprise"-taste.
  inhalte
aus quicklook kopieren (OS 10.7)
quicklook ist eine feine sache: dateien anschauen, ohne zuvor eine passende anwendung zu öffnen. ich kann mir das garnicht mehr ohne
vorstellen. aber: hat man nun zb. einen text eingeblendet und will da einen ausschnitt zwecks weiterverwendung kopieren, geht das nicht. jedenfalls nicht, ohne vorher
kurz das terminal bemüht zu haben:
defaults write com.apple.finder QLEnableTextSelection -bool TRUE
diese zeile aktiviert die option, texte aus einem quicklook-fenster
zu kopieren. anschließend nicht vergessen:
killall Finder
der Finder muss neu gestartet werden, um die änderung wirksam werden zu lassen.
wichtig: ist die funktion aktiviert, ändert sich das verhalten eines quicklook-fensters aber grundlegend: jenes lässt sich jetzt nicht mehr an jedem beliebigen
punkt anfassen um verschoben zu werden. das funktioniert jetzt nur noch, wenn das fenster an der titelleiste bewegt wird.
um die funktion wieder auszuschalten, wird im terminal folgendes eingegeben:
defaults delete com.apple.finder QLEnableTextSelection
und anschließend den finder wieder neu starten...
  sonderzeichen-feature
aus iOS unter OS 10.7 (lion)
bekanntlich haben ja einige features des mobilen iOS einzug in OS 10.7 gehalten. manche davon sind recht offensichtlich (launch-pad), andere finden sich eher zufällig,
so wie dieses hier:
hält man beim schreiben eines textes (zb. in apple mail) eine taste länger gedrückt, wird nicht etwa das entsprechende zeichen mehrfach wiederholt. es erscheint vielmehr
ein kleiner pop-up-dialog, der alle möglichen sonderzeichen, akzente und umlautvarianten von der gedrückten taste zur auswahl biete. für die praxis bedeutet das, dass
man künftig nicht mehr tastatur-menüs oder ähnliches zu rate ziehen muss, wenn man ein bestimmtes sonderzeichen sucht. man drückt einfach die taste des betreffenden
buchstabens etwas länger uns sucht sich das gewünschte ergebnis aus.
  library ab OS 10.7 (lion) einblenden
ab OS 10.7 ist der library-ordner im benutzerordner nicht mehr sichtbar. ein umstand, der nicht unbedingt von vorteil ist. findet man dort doch so nützliche daten wie mails, den
kalender, application-support-einträge und vieles mehr. um das verzeichnis für den schnellen zugriff wieder sichtbar zu machen, ist ein einzeiler im terminal nötig:
chflags
nohidden ~/Library
um das library-verzeichnis - warum auch immer - wieder auszublenden, verwende man
chflags hidden ~/Library
wer die änderung nicht dauerthaft benötigt, kommt auch zum ziel, in dem er im finder das menü Gehe zu auswählt und dann die ⌥-taste gedrückt hält. wer
sich das nicht merken mag, greife zum terminal (siehe oben) :-)
  alias vom home-verzeichnis
um von einem verzeichnis oder einer datei ein alias anzulegen, gibt es in der regel drei möglichkeiten: nachdem man das/die gewünschte(n) objekte angeklickt hat, wählt man aus dem finder-menü "ablage" den
punkt "alias erzeugen", oder drückt die tasten cmd + L, oder absolviert mit der maus einen rechtsklick und wählt aus dem kontextmenü "alias erzeugen".
leider klappt das nicht mit allen verzeichnissen/dateien. und schon garnicht mit dem eigenen home-verzeichnis, das ich aber ganz gerne auf dem desktop liegen habe. die lösung des problemes
ist jedoch denkbar einfach:
man zieht bei gedrückten "alt"- und "cmd"-tasten das homeverzeichnis auf den desktop und schon erhält man das gewünschte alias. das klappt übrigens mit allen objekten,
egal ob sie sich von hause aus zum alias machen lassen oder auch nicht.
  dock in 2d/3d-optik
eigentlich ist es ja ganz schön, das design des os x - systems. doch leider leider fällt das dock mit seinem "pseudo-3d"-design komplett aus der rolle. für mein empfinden ragt
es irgendwie "unpassend" in den bildschirm hinein. vermutlich ging das auch dem einen oder anderen entwickler des systems so, weshalb man diese optische entgleisung auch mit
einer textzeile im terminal korrigeren kann.
hierzu öffnet man das terminal, welches sich im im verzeichnis programme > dienstprogramme befindet und tippt folgendes ein:
defaults write com.apple.dock no-glass -boolean YES
anschließend wird das dock neu gestartet:
killall Dock
wer dann doch lieber wieder zum 3d-design zurück möchte schreibe im terminal:
defaults write com.apple.dock no-glass -boolean NO
... und vergesse anschließend nicht, das dock zu "töten" (killall Dock) :-)
  pfadangaben im fenster
normalerweise findet man im fußbereich eines fensters (im finder) den kompletten pfad zu dem objekt, bei dem man sich gerade befindet. da diese darstellung aber incl. icons etwas mehr
platz verbraucht, wird die darstellung bei beengten verhältnissen aufgrund der abgekürzten namen schnell unübersichtlich. und - mir geht es jedenfalls so - außerdem fällt der blick eher
auf den oberen bereich eines fensters, als auf die fußzeile. wie wäre es also mit einem schlichten, um grafisches beiwerk bereinigten (und somit platzsparenden) pfad im augenfälligen
kopf des fensters? das geht so:
im terminal, welches sich im im verzeichnis programme > dienstprogramme befindet tippt man folgendes ein:
defaults write com.apple.finder _FXShowPosixPathInTitle -bool YES
anschließend muss der finder neu gestartet werden:
killall Finder
wer den pfad wieder loswerden möchte verwendet im terminal die zeile:
defaults write com.apple.finder _FXShowPosixPathInTitle -bool NO
anschließend muss der finder wieder neu gestartet werden.
  "echte" ordner-preview
seit os 10.5 (leopard) lassen sich mit quicklook die gängisten datei-typen per auswahl (mausklick) und anschließendem drücken der leertaste betrachten, ohne das passende programm starten
zu müssen. und für exotischere formate wie zb. indesign-projekte, gibt es mittlerweile plug-ins, die quicklook entsprechend erweitern. quicklook funktioniert auch mit ordnern. aus welchen
gründen auch immer: diese option ist standartmäßig deaktiviert. um sie zu nutzen, benötigt man das terminal ...
... und folgenden einzeiler:
defaults write com.apple.finder QLEnableXRayFolders 1
die "1" am ende ist hier der "schalter", der die funktion in gang setzt.
anschließend muss der finder, wie immer bei derartigen änderungen, neu gestartet werden:
killall Finder
jetzt sind die deckflächen der ordner (in quicklook) transparent. hinter der deckfläche kann man die icons des ordnerinhaltes sehen. handelt es sich um mehr, als auf einmal angezeigt
werden können, wechseln die icons ständig ihre position, um die hinteren auch mal nach vorne zu lassen :-)
um quicklook für ordner auszuschalten, setzen wir den schalter wieder auf 0:
defaults write com.apple.finder QLEnableXRayFolders 0
und starten selbstredent den finder wieder neu.
  schlafmodus für macbook(pro)
der nachfolgende tipp sieht zwar sehr lang aus, läuft aber letztendlich nur auf einen einzeiler im terminal heraus. die notwendigen erklärungen lassen ihn aber schon fast wie ein tutorial
aussehen.
bei den alten powerbooks ging das immer ganz schnell: deckel zuklappen, 2-3 sekunden warten und das notebook schlief - was an der langsam pulsierenden status-led am gehäuse zu
erkennen war.
beim macbook(pro) ist das aber anders: nach dem schließen des deckels dauert das - je nach ram-größe - bis zu 30 sekunden, bis das notebook "schläft". in dieser zeit sollte
man es auch tunlichst nicht unter den arm klemmen und wegtragen.
warum das so ist? die macbooks sind standartmäßig auf einen anderen schlafmodus eingestellt, als ihre vorgängermodelle, die powerbooks.
welchen schlafmodus ein apple-notebook nutzt, lässt sich im terminalfenster mit sudo pmset -g erfragen.
hier muss ich kurz ausholen: beim verwenden des sudo-befehles im terminal, wird das administrator-passwort verlangt. ohne ein solches, lässt sich dieser befehl nicht ausführen. sudo steht
für "substitute user do" und versetzt uns in die lage einen befehl auszuführen, den sonst nur der root-user ausführen darf. nach erfolgreicher angabe des passwortes folgt eine
liste mit verschiedenen parametern. für uns interessant ist der parameter für den "hibernatemode". standartmässig sollte er 3 lauten. das macbook(pro) kennt folgende hibernate-modi:
- hibernatemode 0
- das ist der schlafmodus, den wir vom powerbook kennen: nach schließen des deckels wird der arbeitsspeicher weiterhin unter strom gehalten, so daß das notebook beim nächsten aufklappen
sofort wieder einsatzbereit ist. das geht zwar sehr schnell, verbraucht konstant strom. fällt die stromversorgung aus (zb. akku leer), ist das notebook definitiv aus und alle nicht
gespeicherten daten sind verloren.
- hibernatemode 1
- nach dem schließen des deckels wird der komplette arbeitsseicher auf die festplatte geschrieben, danach schläft das notebook ein. beim nächsten aufklappen werden diese daten zurück
in den arbeitsspeicher geladen und so der zustand vor dem schlafen wieder hergestellt. das funktioniert ohne zusätzlichen stromverbrauch, dauert aber deutlich länger: das schreiben
der daten auf die festplatte braucht nämlich zeit. je mehr ram das macbook(pro) hat, desto länger fällt die wartezeit aus. und da festplatten empfindlich auf plötzliche bewegungen
reagieren, sollte man mit dem transportieren des notebooks warten, bis alles auf die platte geschrieben ist und die status-led am gerät pulsiert.
- hibernatemode 3
- ist eine kombination aus 0 und 1; und die standarteinstellung der macbook(pro)-modelle. gewissermassen mit netz und doppeltem boden. daß modus 1 teil von modus 3 ist, erklärt
die längere einschlafzeit...
- hibernatemode 5
- entspricht modus 1 bei aktiviertem "sicherem virtuellem speicher" in der systemeinstellung.
- hibernatemode 7
- entspricht modus 3 bei aktiviertem "sicherem virtuellem speicher" in der systemeinstellung.
um den schlafmodus zu ändern, bemühen wir das terminal mit dem befehl sudo pmset -a hibernatemode [x], wobei an stelle von [x] die nummer des gewünschten modus
anzugeben ist.
ich bevorzuge den hibernatemode 0, was mit etwas blick auf den ladezustand des akkus kein problem ist.
  winmail.dat-anhänge in apple mail
immer wieder kommt es vor, daß man einen mailanhang aus der windowswelt bekommt, der das format winmail.dat aufweist und sich um keinen preis verwerten lässt. diesem problem kann man
auf zweierlei art und weise zu leibe rücken:
zum einen kann man sich auf mac-seite ein tool wie "TNEF's Enough" besorgen, um im falle eines falles erst einmal arbeiten zu können.
zum anderen kann man das problem aber auch dort kompostieren, wo es entsteht: nämlich bei outlook selbst.
wird eine mail via microsoft outlook im ritch-text-format (rtf) versendet, wird eine zusätzliche winmail.dat-datei mitgeliefert, die die beschreibende struktur enthält. diese codierung
nennt sich tnef (transport neutral encapsulation format) und kommt bei outlook und exchange zum einsatz.
bisweilen stopft outlook eventuelle mailanhänge mit in diese winmail.dat. da es sich bei dieser codierung um ein proprietäres (also microsoft eigenes) format handelt, kann ein nicht-microsoft-mailclient
damit nichts anfangen.
um outlook an derartigen verpackungskünsten zu hindern, wählt man im menü "extras" "optionen" und dort "e-mail-format". aus der dropdown-liste "verfassen
im nachrichtenformat" wählt man anschließend "nur-text senden" und bestätigt diese auswahl. das sollte es gewesen sein.
microsoft selbst bestätigt, daß es sich hier um ein problem der produkte microsoft office outlook 2007, microsoft office outlook 2003 und microsoft outlook 2002 standard edition handelt.
  starthilfe per tastatur und maus
es gibt eine unmenge an tastenkombinationen, mit denen man allerhand dinge beim arbeiten am mac auf die schnelle erledigen kann. ein paar dieser "short-cuts" sind sehr hilfreich, wenn man beim start ein bestimmtes verhalten erzwingen möchte, oder wenn der computer nicht so startet wie er sollte:
mit einer der folgenden tasten, die sie während des startens gedrückt halten, können sie ihren mac anweisen, von einem bestimmten medium oder gerät hoch zu fahren. drücken
sie die taste ...:
... C, um von einer eingelegten CD/DVD zu starten. sinnvoll, wenn man ein system von CD/DVD installieren will.
... X, um definitiv mit OS X zu booten.
... N, um von einem server im netzwerk zu starten.
... ⌥ (alt), um aus allen gefundenen laufwerken mit startfähigem system auszuwählen.
wenn sie schnell und unkompliziert größere datenmengen von einem mac auf einen anderen übertragen wollen, ist der einfachste weg der, einen der beiden macs im festplattenmodus
zu starten. hierzu verbinden sie beide computer mit einem firewire-kabel. dann starten sie den computer, von dem aus die den datentransfer steuern wollen (wenn er nicht schon eingeschaltet
ist) wie gewohnt.
den anderen mac starten sie bei gedrückter T-taste. dieser mac wir dann im festplattenmodus starten und auf dem desktop des anderen mac als externes laufwerk
sichtbar. dem datentausch per drag&drop steht nun nichts mehr im weg.
und nun noch zwei wichtige tastenkombinationen, um startprobleme zu beheben:
hartnäckige probleme im betrieb oder beim starten lassen sich oft beheben, wenn man den sogenannten parameter-speicher (PRAM) zurücksetzt. hierzu müssen beim starten die
tasten ⌥, ⌘, P und R gleichzeitig solange festhalten, bis ihr mac zum
zweiten mal den obligatorischen startton von sich gegeben hat.
sollten zeichensätze, systemerweiterungen oder fehlerhafte cache-speicher das starten/arbeiten zum problem machen, hilft ein start im safe-modus. hierzu halten sie beim booten die
umschalttaste ⇧ gedrückt. ihr mac startet nur mit den lebensnotwendigen erweiterungen und den systemeigenen zeichensätzen. ferner werden alle startobjekte, die nicht zum system gehören deaktiviert. ab system 10.5.6 wird auch der "dynamic loader shared cache" entsorgt. dieser wird beim nächsten "normalen" start
wieder neu angelegt.
abschließend noch ein maustrick:
halten sie beim starten die maustaste gedrückt, um alle eingelegten CD/DVD auszuwerfen. das ist besonders dann hilfreich, wenn man - wie zb. bei einem macbook/pro keine möglichkeit
hat, das medium manuell zu entfernen.
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